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Jugend im GleichschrittDie Schülerinnen und Schüler der WG13a besuchten in Begleitung von Frau Linger und Frau Hülshoff am letzten Donnerstag das Stadtmuseum in Münster, um sich dort eine Ausstellung über „Jugend im Gleichschritt“ anzusehen. Bei einem einstündigen Rundgang lernten sie, wie manipulativ das System der Hitlerjugend funktionierte. Unter anderem sahen die Schülerinnen und Schüler einen Ausschnitt aus einem Interview von Eduard Brenner, der selber zur Zeit des Nationalsozialismus der Hitlerjugend beitrat. Er erzählte, wie er die Zeit als Kind und Jugendlicher wahrnahm und wie er heute darüber denkt. Die WG13a schaute interessiert und aufmerksam zu. Im Anschluss blieb ihnen noch genug Zeit, um sich selbst in der Ausstellung umzuschauen.

Da die WG13a in Gesellschaftslehre mit Geschichte das Thema Kolonialismus behandelte, hatten sie die Möglichkeit im Obergeschoss des Stadtmuseums die Ausstellung „Katholische Mission in den deutschen Kolonien“ zu besuchen. Dort konnten sie Eindrücke über die Kolonialzeit gewinnen.

(Leonit Vrajolli, Helen Fiehe, WG 13a)

Romwallfahrt2Waren die ersten Tage der Romwallfahrt vom Berufskolleg St. Michael aus Ahlen vom Besichtigungsprogramm und von der Generalaudienz auf dem Petersplatz geprägt, so standen die folgenden Tage unter dem Vorzeichen der Gedenktage Allerheiligen und Allerseelen.

Es fügte sich im Programm in besonderer Weise, dass man am Tag Allerheiligen, wo man der Verstorbenen gedenkt, gleich zwei Orte besichtigte, die diese Perspektive aufgriffen.

Mit der Besichtigung vom Kolosseum rückte dabei jener Ort ins Bewusstsein, an dem wie an keinem anderen Ort der Welt, so viele Menschen zu Tode kamen. Geschätzte 400.000 Menschen ließen dort durch blutige Kämpfe ihr Leben, weshalb das Kolosseum heute als Mahnmal für die Ächtung der Todesstrafe dient.

Romfahrt3In der Damitilla Katakombe begrüßte Pater Manfred, Steyler Missionar, die Schüler. Hier hatten die Christen ihre Verstorbenen in den unterirdischen Gängen, deren Gesamtlänge 17 km auf 5 verschiedenen Ebenen beträgt, bestattet. „Wagen sie mit dem Blick in die Gräber einen Blick in die Zukunft“, ermutigte Pater Manfred schmunzelnd die Jugendlichen. Denn das, was am Ende des Lebens eines Menschen zurück bleibe sei Staub! Zugleich verwies er auf die zahlreichen Malereien in der Katakombe. Sie seien Ausdruck der Freude am Glauben und der Freude auf ein Wiedersehen.Romwallfahrt1
Diese österliche Perspektive griffen die Schüler auf, als sie am folgenden Tag Allerseelen einen Gottesdienst im Petersdom feierten, den sie selber vorbereitet hatten. Dr. Ludger Kaulig ging in seiner Predigt von der beeindruckenden Baukunst des Petersdoms aus, die für die Lebensfreude stehe. Diese Lebensfreude stehe im Kontrast zur Erfahrung der Endlichkeit durch den Tod. Als Christen hätten wir aber allen Grund zur Annahme, dass mit dem Tod nicht alles ende. Der Tod sei eine Ruhepause (ein Schlafgemach) an der Schwelle zur himmlischen Wohnung. Diese Perspektive durchwirke den ganzen Bau des Petersdomes. Angefangen von den Papstgräbern im Keller und dem Petrusgrab unter dem Altar und strahle bis oben in die Kuppel. Und dieser Perspektive schließe er sich gerne an: Wer mag, könne sich gerne mit diesem Leben zufriedengeben; er aber möchte ewig leben – jetzt schon unter dem offenen Himmel Gottes. Und vom „Wie“ der Ewigkeit lasse er sich dann gerne überraschen. Hauptsache, wir sind da zuhause, betonte Dr. Kaulig.

In dieser Zuversicht entzündeten die Schüler eine dazu eigens gestaltete Gedenkkerze für die Verstorbenen der Schulgemeinschaft, den Verstorbenen Schwestern vom Orden Unserer Lieben Frau und für den unlängst verstorbenen emeritierten Weihbischof Friedrich Ostermann.

Nach einem herzlichen Begegnungsabend mit 11 Schwestern aus dem Generalat vom Orden Unsere Lieben Frau, der das Berufskolleg vor 115 Jahren in Ahlen gründete, endete die Romwallfahrt mit einer Abschlussfete auf dem Campingplatz.

Mit vielen Eindrücken „im Gepäck“ und ein wenig übernächtigt ging es am nächsten Morgen zurück nach Ahlen, wo man nach einer 22 stündigen Fahrt glücklich eintraf.

Groeger Gruppe PetersplatzBeeindruckt stehen die Schüler des Berufskollegs St. Michael auf dem Petersplatz. Soeben ist Papst Franziskus am Ende der Generalaudienz an ihnen, an den Balustraden stehend, vorbeigefahren. Jetzt endlich konnten sie ihn einmal persönlich erleben, nachdem viele Schüler den Papst lediglich aus dem Film von Wim Wenders „Papst Franziskus-Ein Mann seines Wortes“ kennengelernt und sich auf die Begegnung in Rom gefreut hatten. So auch Peter Peters, der von einem „atemberaubenden Erlebnis“ sprach. Andere Schüler formulierten, sie hätten eine Gänsehaut bekommen, als vom Papst die Stimme erklang.

Am Ende der Jugendsynode in der letzten Woche hatte sich der Papst noch an die Jugend der Welt gewandt und sich dafür entschuldigt, dass die katholische Kirche in der zurückliegenden Zeit viel zu wenig den Jugendlichen nicht richtig gehört und stattdessen ihre Ohren vollgeredet habe. Auch mit dieser Äußerung konnte Papst Franziskus bei den Ahlener Schülern punkten.

Insgesamt zeigten sich die Schüler sehr begeistert von der Generalaudienz, an der ca. 20.000 Personen aus den verschiedensten Ländern teilnahmen. Wo sonst erlebt man Weltkirche in einer derartigen Größendimension. Allein schon die Benennung der einzelnen Pilgergruppen zu Beginn der Audienz, darunter auch das Berufskolleg St. Michael aus Ahlen, habe verdeutlich, aus wie vielen Ländern Pilgergruppen angereist waren, betonte Schulseelsorger und Diakon Johannes Gröger.

Seit Montag ist das Berufskolleg St. Michael mit seinen 322 Teilnehmern an der Romwallfahrt in der „Ewigen Stadt“. Entgegen ersten Prognosen hat das Wetter bisher doch recht gut mitgespielt. Bei sonnigem Wetter erreichte die Schulgemeinschaft am Dienstag nach 22 stündiger Fahrzeit den Campingplatz „Fabulous Village“ nahe Rom. Auch bei der Generalaudienz des Papstes am Mittwoch auf dem Petersplatz zeigt sich das Wetter Ende Oktober von einer guten Seite, so dass alle Teilnehmer mit einem eigens von der Volksbank Ahlen gesponserten T-Shirt daran teilnehmen konnten.

Auch dieses äußere sichtbare Zeichen sei gemeinschaftsstiftend, resümiert Schulseelsorger Gröger. Das Hauptziel der einwöchigen Romwallfahrt sehe er darin, in vielen Gesprächen die zahlreichen Gedanken und Eindrücke der Tage miteinander zu teilen. Wenn neben zahlreichen spirituellen Momenten zusätzlich ein respektvolles und achtsames Miteinander gelebt werde, zeige sich darin, dass „Gottes Geist auch heute noch spürbar sei“, konstatiert Diakon Gröger.

 Weichel Buschhoff TafelMit der Ahlener Maschinenfabrik Buschhoff, deren Anlagen weltweit in der Landwirtschaft im Bereich Getreidetechnik im Einsatz sind, konnte das Berufskolleg St. Michael einen weiteren namhaften Kooperationspartner gewinnen. Dr. Christian Buschhoff, der das 1873 gegründete Familienunternehmen nun mittlerweile in der 4. Generation führt, war durch einen Zeitungsartikel über die Kooperation der Schule mit Haver & Boecker auf die Idee gekommen, dass eine solche Partnerschaft auch für sein Unternehmen ein Gewinn sein könnte.
Zusammen mit Ausbildungsleiterin Natalie Dahlke habe man sich über Inhalte und Vorteile einer Kooperation informiert, berichtet der Geschäftsführer, der bislang noch keine Erfahrung damit hatte. Somit war das Berufskolleg St. Michael für Buschhoff „erste Wahl“. Nach den Sommerferien erfolgte die erste Kontaktaufnahme, und bis zur Unterzeichnung der Kooperationsvereinbarung sind nur wenige Wochen vergangen.
Dr. Christian Buschhoff erklärt, dass man regelmäßig Auszubildende vom Berufskolleg St. Michael nehme, und lobt die „qualifizierte Vorbildung“ insbesondere bei den Absolventen der Höheren Berufsfachschule. Er rate aber unbedingt dazu, vor der Bewerbung zu recherchieren, sich über das Unternehmen zu informieren und im Gespräch Interesse an den Produkten und der Arbeit zu zeigen.
Im Gegensatz zu der oftmals eher theoretischen Ausbildung bei den größeren Unternehmen bietet Buschhoff mit seinen 80 bis 90 Mitarbeitern, davon fast alle am Standort Ahlen, eine „praxisbezogene Ausbildung“, führt der Geschäftsführer die Vorteile eines kleineren Unternehmens aus, vor allem da Verwaltung und Produktion eng beieinander liegen. „Bei uns arbeiten die Auszubildenden als vollwertige Arbeitskraft an echten Sachen.“
Die Vorteile eines kleinen, überschaubaren und familiären Systems sieht auch Schulleiter Lothar Weichel. Denn auch das Berufskolleg St. Michael hebe sich dadurch mit seinen ca. 300 Schülern von den großen Berufskollegs ab. So könne man besser auf die Bedürfnisse der Schüler eingehen und sich intensiver um den einzelnen kümmern.
Lehrer Jan Büchner, zuständig für Studien- und Berufsorientierung am Berufskolleg, erläutert, dass die Schule ihre Schülerinnen und Schüler mit einem „dicht getakteten Angebot“ an Informationsveranstaltungen, Bewerbungstrainings und Praktikumszeiten in dieser so wichtigen und richtungsweisenden Phase der Entscheidungsfindung begleite und unterstütze. Auch würde eine Deutschkollegin bei der Erstellung der Bewerbungsschreiben helfen.
Auf Nachfrage räumt Buschhoff ein, dass ein duales Studium derzeit bei seiner Firma nicht möglich sei. Praktikanten seien aber immer willkommen. Die Simulation von Bewerbungsgesprächen sowie Betriebsbesichtigungen sind weitere Vorhaben der Kooperation, an deren konkreter Ausgestaltung Natalie Dahlke und Kooperationsbeauftragte Gertrud Lorek nun weiter arbeiten werden. Gruppe

Ostermann swDie Nachricht vom Tod des Weihbischofs Friedrich Ostermann hat im Berufskolleg St. Michael in Ahlen, dem er in besonderer Weise verbunden war, Trauer und Betroffenheit ausgelöst. Ostermann hatte in seiner Funktion als Regionalbischof für die Kreisdekanate Münster und Warendorf dem Berufskolleg vielfältige Unterstützung zukommen lassen.

Als mit dem Weggang des „letzten Kaplans aus der St. Marien-Gemeinde“ in Ahlen, Klaus Winterkamp, die Zuständigkeit der Priester für die jeweiligen Schulgottesdienste am Berufskolleg St. Michael im Jahr 1996 neu geklärt werden musste, war es der Verdienst von Weihbischof Ostermann, dass dafür eine zukunftssichernde Lösung gefunden wurde.

Eher westfälisch zurückhaltend reagierte Weihbischof Ostermann, als ihn im Jahr 2003 die Anfrage erreichte, wie er zu einem geplanten Firmprojekt am Berufskolleg St. Michael stehen würde. Die Zurückhaltung und auch erste Bedenken konnten bereits anfänglich 2004 im Rahmen der ersten Firmung an der Schule beseitigt werden. Nach dem zweiten Firmkurs und der anschließenden Firmung im Schulgottesdienst im Jahr 2006 zeigte er sich begeistert von dem Erlebten. Er gratulierte dem Initiator und bat darum, auch auf Zukunft hin an diesem Projekt der Firmvorbereitung und der Firmung in der Schule festzuhalten. Die Kirche müsse heute offen sein für neue Wege, die es zu gestalten gelte.

„Ohne die Unterstützung von Weihbischof Ostermann hätte das Firmprojekt niemals den zukunftsweisenden Weg beschritten“, hebt Schulseelsorger Diakon Johannes Gröger die Bedeutung des Weihbischofs als Motivator hervor. Bereits heute findet das Ahlener Modell vom „Firmprojekt in der Schule“ weit über die Grenzen des Bistums Münster Beachtung und ist für viele zum Vorbild geworden. Als innovatives pastorales Projekt wurde es 2016 vom Bonifatiuswerk der deutschen Katholiken e.V. mit dem „Bonifatiuspreis“ ausgezeichnet. Eine eigene „Arbeitshilfe zur Firmung in der Schule“, die vom Bistum Münster herausgegeben wird, befindet sich zurzeit in der Drucklegung.

Im Rahmen der Romwallfahrt, die das Berufskolleg St. Michael vom 29. Oktober bis 4. November unternimmt, wird man des Verstorbenen in einem Gottesdienst im Petersdom in besonderer Weise gedenken.

Gruppe Olfe k

Auch nach seiner Emeritierung war Weihbischof Friedrich Ostermann dem Berufskolleg St. Michael verbunden. Hier war er zuletzt am 15. Mai 2013 zum Gedankenaustausch (v.l. WB Ostermann, Klaus Busche, Diakon Johannes Gröger, Stefan Bagert, Schulleiter Lothar Weichel)