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GruppeUnter dem Motto „Schule ohne Rassismus – Schule mit Courage“ haben sich die 25 Schülerinnen und Schüler am 15. März 2018 gemeinsam mit ihren Begleitpersonen Frau Rogge und Frau Vokuhl auf eine spannende und zugleich traurige Reise nach Krakau in Polen begeben.

Bereits die Ankunft am späten Donnerstagabend ließ darauf schließen, dass es sich hierbei um keinen Erholungsurlaub handelte. So startete die Gruppe am Freitag bei Wind und Wetter mit einer sehr interessanten Stadtführung in Krakau. Neben dem historischen Marktplatz haben die Schülerinnen und Schüler auch die Wawelburg gesehen. Auch eine Besichtigung der Marienkirche blieb nicht aus, bei der alle Beteiligten eine Reise durch die Geschichte mitgemacht haben.

Doch so begeistert die Gruppe auch von den zahlreichen Hintergründen war, so bedrückend und interessant war auch die anschließende Besichtigung der „Fabryka Emalia Oskara Schindlera“.Bild1 Am Samstag folgte dann der eigentliche Hauptaugenmerk der Reise: das Konzentrationslager Auschwitz-Birkenau. In der knapp dreistündigen Führung haben alle Reisenden die bedrückenden geschichtlichen Ereignisse auf sich wirken lassen. „Ein zu kurzer Zeitraum um sich mit allen Einzelheiten ausführlich beschäftigen zu können.“, fanden auch die Schülerinnen und Schüler.

Angekommen in Birkenau, erwartete die Gruppe eine noch eisigere Kälte bei starkem Wind, als ohnehin schon. Aber der Wille die Baracken zu besichtigen war stärker als die Kälte. Bild2

Bevor es gegen Sonntagmittag wieder zurück in den Flieger Richtung Heimat ging, tauschte sich die Gruppe bei einem gemeinsamen Abendessen über die schönen, interessanten und auch traurigen Momente der Reise aus. Doch wenn eins feststeht, dann das es sich gelohnt hat. Denn die Erinnerungen werden der Gruppe auf Lebenszeit im Hinterkopf bleiben. Marcel Peters (Schülersprecher, WG 13)

MünsterAls eine Klasse der Höheren Berufsfachschule des Berufskollegs St. Michael aus Ahlen noch vor Ostern ihren Wandertag nach Münster plante, ahnte niemand, dass man in eine Stadt fahren würde, in der kurz zuvor eine furchtbare Amokfahrt zwei Todesopfer und über 25 Verletzte gefordert hatte.
Aus wirtschaftsgeographischer Perspektive heraus stand in Münster zunächst die Besichtigung des 75 ha großen Hafengeländes im Vordergrund, das als städtebauliches Entwicklungsprojekt seit 1996 gravierende Veränderungen erfahren hat. Dabei wurde in Anlehnung an die bereits entstandenen Strukturen nicht zuletzt auch das Nutzungskonzept "Kreativ-Kai" entwickelt und realisiert, nach welchem am nördlichen Ufer des Stadthafens "kreative Dienstleistungen und Kultur" in attraktiver wasserseitiger La­ge angesiedelt wurden. Eine besondere Aktualität erfuhr die Besichtigung des Hafenareals dadurch, dass genau an diesem Tag das Oberverwaltungsgericht den Bebauungsplan für das geplante Hafencenter kippte.
Anschließend fuhren die Schüler in die Innenstadt des westfälischen Oberzentrums, um sich dort insbesondere vom historischen Stadtkern einen Eindruck zu verschaffen. In diesem Zusammenhang führte der Weg auch zum Kiepenkerl-Viertel, wo am vergangenen Samstag die fürchterliche Amokfahrt stattfand. Nach dem Entzünden von mitgebrachten Kerzen verweilten die Schüler noch in einem Moment der Stille und des Gebets am Ort des Geschehens. Für alle ein unvergesslicher Augenblick. Nicht nur aus Sicht des Klassenlehrers, Johannes Gröger, war das Aufsuchen dieses Ortes eine Selbstverständlichkeit. „Wer in diesen Tagen nach Münster kommt, wo noch immer Opfer in den Krankenhäusern der Stadt um ihr Überleben kämpfen, kann nicht anders, als zum Tatort zu gehen, um ihrer und der Verstorbenen zu gedenken“. Man füge sich damit ein in die große Gemeinschaft jener, die ihre Betroffenheit und Solidarität mit allen Beteiligten zum Ausdruck bringen.

Haver und Boecker1Die vom amerikanischen Präsidenten Donald Trump zuerst angekündigte und nunmehr auch umgesetzte Einführung von Einfuhrzöllen und der daraus resultierende mögliche Handelskrieg bestimmen zurzeit die aktuelle Berichterstattung der Medien. Vor diesem Hintergrund gewann ein unlängst geführtes Gespräch zwischen den Schülern vom Wirtschaftsgeographiekurs des Wirtschaftsgymnasiums des Berufskolleg St. Michael in Ahlen und Vertretern des Oelder Unternehmens Haver & Boecker an hoher Aktualität.

Diese hatten sich im Unterricht unter Leitung ihres Lehrers, Johannes Gröger, umfangreich über die Meso- und Mikrostandortanalyse von Unternehmen beschäftigt, die über internationale Standorte der Produktion und des Vertriebs verfügen. Die dabei gewonnenen theoretischen Erkenntnisse galt es nun im Gespräch mit einem Unternehmen auf den Prüfstand zu stellen. Alfons Tentrup, Leiter der Technischen Ausbildung von Haver & Boecker, hob als Vertreter des Unternehmens in seinen Ausführungen die primäre Bedeutung des Aufspürens neuer Absatzmärkte hervor. Die erfolgreiche Tätigkeit des Unternehmens belege, wonach wichtige und zukunftsweisende strategische Entscheidungen in der Vergangenheit richtig getroffen wurden, wodurch Haver & Boecker heute nicht nur in Europa, sondern u.a. auch in Afrika, USA, Südamerika und Australien vertreten sei, betonte Tentrup.

Am Beispiel von Brasilien konnte dabei exemplarisch aufgezeigt werden, welche direkten Auswirkungen der Protektionismus mit sich bringe und in welcher Weise ein Land dadurch in der Lage sei, den Arbeitsmarkt direkt zu steuern. So habe der für Brasilien geltende Einfuhrzoll von 40 % dazu geführt, das Haver & Boecker mit seiner Produktion direkt in das Land gegangen sei. Auf diese Weise profitierte Brasilien zunächst durch den Gewinn neuer Arbeitsplätze. Gleichzeitig zeige sich, dass für den Sondermaschinenbau vor Ort hochwertiges Personal notwendig sei. Durch die spezielle Schulung der Mitarbeiter profitiere das Land somit zusätzlich von der Schulung der Mitarbeiter. Gleichwohl gelte es bei der Erschließung neuer Absatzmärkte im Ausland immer auch darauf zu achten, dass damit nicht ein Verlust an Arbeitsplätzen im Inland einhergehe. Wie Tentrup hervorhob, sehe er darin die größte Gefahr, die von den Einfuhrzöllen ausgehe.

Die Schüler zeigten sich sehr beeindruckt davon, in welcher Weise Unternehmen wie Haver & Boecker durch ihre Tätigkeit einen wesentlichen Beitrag zur Entwicklungshilfe in den jeweiligen Ländern leisten. Im fachübergreifenden Wirtschaftsethikunterricht des Berufskollegs könnte dies noch einmal vertiefend aufgearbeitet werden, betonte Gröger.

In seinem abschließenden Statement ermutigte Tentrup die Schüler ausdrücklich, die vielfältigen Chancen ihres Lebens zu nutzen. Gerade in der heutigen Zeit halte der Ausbildungsmarkt beinahe unzählige Ausbildungsmöglichkeiten bereit, die man je nach persönlichen Stärken ergreifen müsse. Tentrup lud interessierte Schüler und Lehrer zudem dazu ein, über ein Praktikum ihr Wissen über Haver & Boecker zu vertiefen.

Firmung kZu mehr Mut und Kreativität bei der Umsetzung von Firmprojekten an Schulen hat der Schulseelsorger des Berufskollegs St. Michael in Ahlen, Diakon Johannes Gröger, aufgerufen. Nur so könne man den zunehmenden Anfragen und Bitten von Schülern, an der Schule gefirmt zu werden, gerecht werden. Von den Erfahrungen am Bischöflichen Berufskolleg in Ahlen sprach Gröger bei der Jugendseelsorgetagung des Bundes der Deutschen Katholischen Jugend (BDKJ) der Diözese Rottenburg Stuttgart. Unter dem Titel "Weil Gott auch auf dem Schulhof ist – Firmung am Berufskolleg St. Michael/Ahlen" zeigte er beispielhaft, wie ein Firmprojekt gelingen kann und ermutigte die Teilnehmer, bei Interesse von Schülern entsprechende Firmprojekte anzubieten. Die 15-jährige Erfahrung am Berufskolleg St. Michael in Ahlen zeige, dass ergänzende Firm-angebote Jugendlichen positive Erfahrungen mit Glaube und Kirche außerhalb pfarrlicher Strukturen ermöglichen. Das sei wichtig, betonte Gröger, weil "Jugendliche heute ihre Religiosität vermehrt individuell und ohne Bindung an eine Ortsgemeinde gestalten". Zusätzlich müsse auf den grundlegenden gesellschaftlichen Wandlungsprozess eingegangen werden, wonach junge Menschen immer mehr Zeit in der Schule verbringen. "Der lebensnahen Schulseelsorge kommt in diesem Zusammenhang eine besondere Schnittstellenfunktion zu", erklärte Gröger. Es gelte, Hoffnungen und Wünsche von Schülern wahrzunehmen und für die Sehnsüchte neue Räume zu öffnen. Die Schule werde dadurch zu einer Art "Lebensschule", die nicht nur Fachwissen vermittle, sondern den jungen Menschen insgesamt ernstnehme. Um Schulseelsorger, Religionslehrer und pastorale Mitarbeiter, die Kontakt zu Schulen haben, bei Firmprojekten zu unterstützen, kündigte er die Veröffentlichung eines Konzeptes an – basierend auf den Erfahrungen am Berufskolleg St. Michael in Ahlen. Herausgeber ist das Bistum Münster.
2016 war das Berufskolleg St. Michael/Ahlen für das innovative pastorale Projekt "Firmung an der Schule" mit dem bundesweiten Bonifatiuspreis ausgezeichnet worden.

Friedensbriefe1kGroßen Anklang hat die Ausweitung der "Friedensbriefaktion" des Berufskollegs St. Michael auf die St. Bartholomäus-Gemeinde in Ahlen gefunden. Rund 100 Teilnehmer kamen zum "Auftakt"-Gottesdienst am 25. März in der St.-Josef-Kirche. Diakon Johannes Gröger, Lehrer und Schulseelsorger am Berufskolleg St. Michael in Ahlen, verwies auf den Hintergrund des Projektes. So hätten die vielen Kriege und Terroranschläge in der heutigen Zeit die Sehnsucht der Menschen nach Frieden geweckt. Nicht nur die hohen Anmeldezahlen für den Katholikentag in Münster mit rund 40.000 Dauerteilnehmern belege die große "Suche nach Frieden". Umso wichtiger sei es, auch die Schüler auf dem Weg zu diesem kirchlichen Großereignis in der Stadt des westfälischen Friedens mitzunehmen, betonte Gröger. Vor diesem Hintergrund sei die Friedensbriefaktion an der Schule durchgeführt worden, an der sich 70 Schüler freiwillig beteiligten. An unterschiedliche Adressaten gerichtet, zum Beispiel an die Gesellschaft, an Politiker oder auch an den Papst, legten die Friedensbriefe ein beeindruckendes Zeugnis ab und zeigten: Auch die Schüler hätten ein Gespür dafür entwickelt, dass der Friede keine Selbstverständlichkeit sei, sondern eine ständige neue Herausforderung darstelle. Einen besonderen spirituellen Augenblick erlebten die Gottesdienstteilnehmer, als Schülerinnen und Schüler des Berufskollegs Friedensbriefe vorlasen. In einer sehr einfühlsamen Weise wurde das Vorlesen durch musikalische Beiträge unterbrochen, die von den Instrumentalisten Sabine Ikemann und Martin Göcke gestaltet wurden.Friedensbriefe11k Pfarrer Kleinewiese ermutigte die Gottesdienstteilnehmer, den Spuren des Friedensfürsten Jesus Christus zu folgen und dadurch selbst zu Friedenboten zu werden. Ein Zeichen könne die Beteiligung an der Friedensbriefaktion sein. An den Kirchentüren lagen dazu Zettel zum Mitnehmen bereit. Zum Ablegen der ausgefüllten und geschriebenen Friedensbriefe werden in der kommenden Woche Sammelbehältnisse in der St.-Josef-Kirche aufgestellt. Im Anschluss werden die Friedensbriefe in der Kirche ausgehängt. Beim Katholikentag dann werden sie mit den Friedensbriefen des Berufskollegs einer breiten Öffentlichkeit zugänglich gemacht. Auch am Sonntag, 15. April, können sich Interessierte an der Friedensbriefaktion beteiligen. In der St.-Marien-Kirche steht die Aktion um 9.45 Uhr im Mittelpunkt, außerdem im Voices-Gottesdienst in der St.-Bartholomäus-Kirche um 18 Uhr.