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"Zufriedenheitsstudie" legt alarmierende Ergebnisse zur Ahlener Innenstadt vor

...die Umfage läuft...Wirtschaftsgeografen des Wirtschaftsgymnasiums St. Michael mit Umfrage und Kartierung

Nicht zuletzt der aufblühende „Online-Handel“ und die sich in vielen Städten abzeichnende „Suburbanisierung“ haben in den letzten Jahren zahlreiche Untersuchungen zur Stadtentwicklung als Folge gehabt. Grund genug, um mögliche Veränderungen auch im Kontext des schulischen Unterrichts zu analysieren. Auch der Wirtschaftsgeographiekurs des Wirtschaftsgymnasiums der Jahrgangsstufe 12 vom Berufskolleg St. Michael hat dieses Bemühen im Rahmen einer stadtgeographischen Untersuchung aufgegriffen, die jetzt in der Oststraße durchgeführt wurde.

Um die dabei gemachten Eindrücke festzuhalten, wurde in Kleingruppen jeweils ein Straßenabschnitt der Oststraße kartiert. Neben der Größe der jeweiligen Geschäfte und einer Erstellung eines sogenannten „Schaufensterindex“, klassifizierten die Schüler die einzelnen Geschäfte nach Art und wie oft man diese Art von Geschäften besucht, wobei sich eine auffällig hohe Dichte an Bekleidungsgeschäften feststellen ließ. Auch konnte durch die Untersuchung belegt werden, dass vor allem die Drogerien einen großen Zuspruch erfahren. Desweiteren fehlen in der Innenstadt Lebensmittelgeschäfte, da es nach der Schließung des Marktkaufs keinen Supermarkt mehr in der Innenstadt gibt. Während die in den unteren Etagen vorzufindenden Geschäfte einen sehr einladenden Eindruck hinterließen, bemängelten die Schüler den doch oftmals relativ schlechten Zustand der Obergeschosse, die offensichtlich hauptsächlich als Wohnraum genutzt werden. Ein einfacher Außenfassadenanstrich könnte schon zu einem wesentlich besseren Gesamteindruck beitragen.

Ein weiterer Untersuchungsschwerpunkt galt der Frage, in welcher Weise die Bewohner der Stadt Ahlen mit dem innerstädtischen Angebot zufrieden sind. Dazu starteten die Schüler eine Befragung in der Innenstadt. Hierbei wurden die Besucher der Ahlener Innenstadt zum Beispiel gefragt, wie oft sie die Geschäfte besuchen, welche Art von Geschäften sie besuchen und wie zufrieden diese mit dem Angebot der Innenstadt insgesamt sind. Die teils sehr emotionalen Gespräche mit aufgebrachten Bürgern brachten alarmierende Ergebnisse für die Ahlener Innenstadt aber auch für den Kreis Warendorf hervor: so sind ca. 60 % der Ahlener unzufrieden mit ihrer Innenstadt. Die Frage nach den Alternativstädten zeigt ein noch dramatischeres Bild für den Kreis Warendorf: so liegen die Alternativen nur zu ca. 14 % im Kreis Warendorf, wovon 0 % unter 40 Jahren seine Alternative in diesem Kreis sieht. Münster, Dortmund und Hamm gelten da als am attraktivsten.

Johannes Gröger, Fachlehrer der beteiligten Schüler, fasst die gemachten Erfahrungen so zusammen: „Ursprünglich ging es bei der Untersuchung lediglich um die Einübung von fachspezifischen Techniken zur Gewinnung originärer Informationen. Die geführten Interviews zur Zufriedenheit mit der Ahlener Innenstadt haben jedoch gezeigt, wie sehr man hier ein Themenfeld berührt hat, das viele Ahlener offensichtlich sehr beschäftigt!“

Bei weiterem Interesse können die genauen Statistiken der Umfrage und die Kartierungsarbeiten der Schülerinnen und Schüler eingesehen werden.

 

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