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Eine Talkshow der besonderen Art - gestaltet vom Literaturkurs der WG13b des Berufskollegs St. Michael

Nach adnobueroeinjähriger Planung und Vorbereitung führten am Freitagabend die Schüler des Literaturkurses des Berufskollegs St. Michael ihr selbstgeschriebenes und inszeniertes Theaterstück „Arbeitest du noch oder lebst du schon?“ auf der Bühne der Aula von St. Michael auf. Für dieses Theaterstück haben die Schüler sich gemeinsam mit ihrem Kurslehrer Klaus Busche mit Texten und Filmen zum Thema „Arbeit, Arbeitswelt, Bedeutung der Arbeit“ auseinandergesetzt und eine Talkshow der besonderen Art – inspiriert durch Frank Plasbergs „Hart aber fair“ - konzipiert.

Zur Talkrunde der WG 13 gehörten Sigmar Gabriel (gespielt von Jan Baum), eine Gastarbeitertochter (gespielt von Hilal Sert), eine Journalistin (Alina Hübert), eine Ex-Opel-Mitarbeiterin (Sarah Pieper) und Johanna Jeiler als Gastgeberin.adnokantine

Angestachelt wurde die muntere Diskussion durch besondere Einspieler, allesamt überzeugend von Schülern des Literaturkurses dargestellt (Leon Neumann, Jobst Sternschulte, Malte Muschik, Jan Schembecker, Lasse Surmann, Nadine Rasmus, Lisa Langosch, Annika Schmid und Nikita Afanasjew). Dabei spielten die Schüler Szenen aus Theaterstücken und Romanen, brachten Kurzgeschichten und sogar die Neujahrsansprache der Bundeskanzlerin (parodiert von Martina Hahues) auf die Bühne. Nach der Pause glänzte besonders Marvin Grabowsky als „Stromberg“, der sich gemeinsam mit seinem „Dream-Team“ (Maike Niesmann, Annika Masuch, Jan Baum, Julius Samson, Malte Muschik, Edwin Halfinger und Celine Zumhülsen) gegenüber dem Chef (sehr überzeugend gespielt von Lasse Surmann) zur Wehr setzte.adnostromberg

Nach einer launigen Begrüßung durch Marvin Grabowski ging es sofort um die Frage, wodurch denn heute die Arbeitsmoral der Deutschen gefestigt werde. Die Antwort lieferte die Moderatorin der ultimativen Talk-Show der WG 13b des Berufskollegs St. Michael auf Knopfdruck: Ein vorbereitetes Video mit einer Parodie auf eine typische Neujahrsansprache der Bundeskanzlerin wurde abgespielt. So eingestimmt lieferten sich die Gäste eine heftige Diskussion, ob das Leben der Deutschen zu sehr von Arbeit und Pflichterfüllung bestimmt sei; dieser Streit wurde durch einige Szenen frei nach der bekannten Kurzgeschichte „Anekdote zur Senkung der Arbeitsmoral“ von Heinrich Böll weiter angeheizt. Die nächsten „Einspieler“ richteten den Fokus auf einen ganz anderen Aspekt, nämlich die Angst vor Arbeitslosigkeit. Dabei wurde sowohl die Situation von sogenannten kleinen Angestellten als auch die von verzweifelten Top-Managern beleuchtet.

Nach der Pause wurden die beiden roten Fäden „richtige Arbeitseinstellung“ und „drohende Arbeitslosigkeit“ wieder aufgenommen, jetzt aber auf ganz andere und zwar auf eine sehr lockere, unterhaltsame Art und Weise: „Stromberg“ hatte zur Freude der Zuschauer alle Probleme getreu seinem Motto „Business- das liegt mir halt im Blut“ fest im Griff.

Lehrer Klaus Busche bedankte sich nach der Aufführung bei seinem Kurs; die kreativen Vorschläge bei der Gestaltung der fiktiven Talkshow und auch das gemeinsame Sichten der in Frage kommenden Szenen aus Literatur und Film habe ihm großen Spaß gemacht, wenn auch das anschließende Einüben aus zwei Gründen nicht immer ganz so einfach gewesen sei: „Die notwendigen zusätzlichen Probentermine waren wegen anscheinend voll verplanter Nachmittage heutiger Schülerinnen und Schüler nur sehr schwer zu vereinbaren und manchmal fehlte es auch an der in der Literatur behaupteten typisch deutschen Arbeitsmoral.“adno1

Abschließend lobte er aber den großen Einsatz aller Kursteilnehmer im Endspurt der letzten Wochen, wobei er besonders Malte Muschik und Jan Baum hervorhob, die beide ganz selbstverständlich kurzfristig zusätzlich zu ihren eigenen Rollen noch die von plötzlich erkrankten Mitschülern übernommen hatten.

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