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Tage religiöser Orientierung

Haupteingang10 Jahre „Tage religiöser Orientierung“ des Berufskollegs St. Michael/Ahlen auf der Jugendburg Gemen – 1500 Schüler nahmen am schulischen Angebot teil

Auf ein Jubiläum der ganz besonderen Art kann in diesen Tagen das Berufskolleg St. Michael in Ahlen zurückschauen. Seit nunmehr 10 Jahren fahren die jeweiligen Unterstufenklassen zu den „Tagen religiöser Orientierung“ (TrO) auf die Jugendburg Gemen, eine Jugendbildungsstätte des Bistums Münster in Borken-Gemen. Stolze 1.500 junge Menschen haben diese Möglichkeit im zurückliegenden Jahrzehnt genutzt. Damit haben sie, wie Schulseelsorger Diakon Johannes Gröger als Organisator betont, auch ihre Selbst- und Sozialkompetenz gestärkt.
Bild 5Vor dem Jahr 2005 liefen die TrO am Berufskolleg noch anders ab. Damals wählten die Schülerinnen und Schüler aus Projekten, die sie – ohne Auswärtsübernachtung – in Ahlen und Umgebung umsetzten. "Die jetzige Konzeption ermöglicht einen wesentlich intensiveren Austausch der Jugendlichen über ihre Fragen nach dem Sinn und der Orientierung in ihrem Leben, wodurch auch die religiöse Dimension des Lebens noch stärker berührt wird“, weiß Diakon Gröger. Losgelöst vom schulischen Kontext und damit frei von Leistungskontrolle, Notengebung und 45-Minuten-Takt ermöglichten die je drei Tage religiöser Orientierung offenes Nachdenken über Persönliches und Religiöses.
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Dabei hat sich nach Grögers Angaben einiges verändert. Zu Beginn seien die TrO bewusst zum Ende des Schuljahres angesetzt worden. "Da für viele Schüler bereits zum Ende der Unterstufe die erste Bewerbungsphase für die spätere Berufsausbildung einsetzt, konnten die TrO so einen Beitrag zur Orientierung für den weiteren Lebensweg geben", erklärt er. Heute hingegen fänden sie zu Beginn des Schuljahres statt. Dadurch werde das persönliche Kennenlernen gefördert und die Klassengemeinschaft gestärkt.

Auch die Lebenswirklichkeit der Schüler ist heute anders als vor zehn Jahren. Durch die neuen kirchlichen Strukturen und in fusionierten, größer gewordenen Gemeinden sei es schwieriger, Jugendliche in ihren Heimatgemeinden zu erreichen. Sie hätten immer weniger Erfahrung mit und in einer gelebten christlichen Gemeinschaft. "Nicht zuletzt dadurch haben die TrO als religiöser Lern- und Erfahrungsraum an Bedeutung gewonnen", erläutert Gröger.
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Denn während der TrO werde Religiösität vielfach erfahrbar, nicht nur in markanten Ereignissen, sondern in vielen kleinen Momenten. "Intensive Gespräche, kostbare Einzelbegegnungen in den informellen Zeiten lassen erahnen, dass sich das Religiöse oft zwischen den Menschen ereignet", betont Diakon Gröger.
Gleichwohl weiß der Schulseelsorger um die damit verbundenen organisatorischen Herausforderungen.

Allein für die 150 Schülerinnen und Schüler der Unterstufe pro Jahr eine passende Anzahl von externen Referentinnen und Referenten zu finden, war und ist nicht immer leicht, zumal viele der nebenberuflichen Referenten Studierende sind. "Im Wesentlichen hat die ‚Katholische Studierende Jugend‘ (KSJ) mit ihren engagierten Teamern in den letzten Jahren zum Gelingen der TrO am Berufskolleg St. Michael maßgeblich beigetragen, wofür wir nicht dankbar genug sein können", hebt Gröger hervor. Ihrerseits gratulierten auch die Teamer der KSJ zum kleinen Jubiläum und bekundeten ihre große Zufriedenheit mit der langjährigen Zusammenarbeit.
Bild 4Auch die finanzielle Bezuschussung der TrO durch das Bistum Münster weiß der Schulseelsorger zu schätzen. Ohne sie sei ein derartiges Projekt nicht zu realisieren. Dabei seien diese Gelder gut investiert. Da viele junge Menschen im alltäglichen Leben keine oder wenig Berührungen mit der Kirche haben, diese aber gerade bei den jungen Menschen mit ihren Lebensanfragen sein möchte, böten die TRO eine ganz wichtige Kontaktstelle.

Zu guter Letzt wirken sich die Tage religiöser Orientierung auch auf die Klassen- und Schulgemeinschaft positiv aus. "Wenn Schülerinnen und Schüler auch Jahre nach dem Schulabschluss zum ‚Ehemaligentreffen‘ kommen und sich gerne an die TrO erinnern, dann muss in den Veranstaltungen etwas passiert sein, was sie berührt hat", fasst der Schulseelsorger zusammen. Und er sieht schon die nächste spannende Herausforderung auf die Tage religiöser Orientierung zukommen: die Inklusion.
Am Ende der diesjährigen TrO bedankte sich der Schulseelsorger im Namen des Berufskollegs St. Michael beim Burgteam mit einem Blumenstrauß und einem kleinen Geschenk für die langjährige verständnisvolle Zusammenarbeit. "Hier auf der Burg herrscht ein sehr guter Geist, der diese Bildungsstätte so unglaublich attraktiv macht", fasst er die freundliche und hilfsbereite Unterstützung in den 10 Jahren zusammen.
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