Gedenken an die Opfer der Kriege

Am 08.05.2026 veröffentlicht

Am 8. Mai, dem Jahrestag des Endes des Zweiten Weltkrieges in Europa, kamen Schüler:innen und Lehrkräfte aller weiterführenden Schulen Ahlens gemeinsam mit Vertreter:innen der Stadt und der Bundeswehr zusammen, um der Opfer von Krieg und Gewalt zu gedenken und ein Zeichen für Frieden und Demokratie zu setzen.

Die erste Station führte die Teilnehmenden zum Ostfriedhof. Dort wurde insbesondere an die Zwangsarbeiter erinnert, die während des Zweiten Weltkrieges unter unmenschlichen Lebens- und Arbeitsbedingungen leiden mussten und diese oftmals schon in jungen Jahren nicht überlebten. Schülerinnen und Schüler berichteten zudem von ihren Eindrücken einer Gedenkstättenfahrt und machten deutlich, wie wichtig die Auseinandersetzung mit der Geschichte bis heute ist.

Bürgermeister Matthias Harmann erinnerte daran, wie zerbrechlich Demokratie sein kann, und warnte vor den Gefahren der heutigen Zeit. Er appellierte an alle, wachsam zu bleiben und sich aktiv für Frieden, Menschlichkeit und demokratische Werte einzusetzen.

Am Paul-Rosenbaum-Platz wurde anschließend das mutige Handeln Paul Rosenbaums gewürdigt. Durch seinen Einsatz für eine friedliche Übergabe der Stadt an die Alliierten gegen Ende des Zweiten Weltkrieges konnten viele Menschenleben gerettet werden.

Unter dem Motto „Frieden geht doch“ kamen die Teilnehmenden im Park der Begegnung miteinander ins Gespräch. Auf Postkarten hielten sie Gedanken fest: „Frieden geht doch, wenn …“ oder „… weil …“. Einige der gestalteten Karten sind aktuell im dortigen Schaukasten ausgestellt.

Die Abschlussstation auf dem Marktplatz machte deutlich, wie aktuell das Thema Frieden weiterhin ist. Mit Blick auf die Kriege in der Ukraine, im Iran und an vielen weiteren Orten erinnerten Vertreter der Bundeswehr sowie Schülerinnen daran, wie wichtig Einsatz, Verantwortung und Zusammenhalt für ein friedliches Miteinander sind. Am Ehrenmal wurden Kränze zum Gedenken an die Opfer der Kriege niedergelegt.

Zum Abschluss formierten sich alle Teilnehmenden zu einem großen Peace-Zeichen und setzten damit gemeinsam ein sichtbares Zeichen für Frieden und Hoffnung. Als Symbol erhielten alle Samen einer Wildblumenmischung, um „Frieden zu säen“ – in ihrer Umgebung und im täglichen Miteinander.